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27.2.2006
Vogelgrippe: Wie kann man sich schützen?
Nachdem sich die Vogelgrippe weiter ausbreitet, stellt sich natürlich die Frage wie man sich selbst schützen kann. Dazu ist folgendes zu sagen:
1. Die Vogelgrippe ist eine Geflügelkrankheit; die Gefahr einer Infektion ist für den Menschen äusserst gering, es sei denn, man hat intensiven Kontakt mit erkrankten Tieren.
2. Wer tote Vögel eingesammelt hat oder mit Vogelkot in Berührung gekommen ist und eine Grippe bekommt, sollte zum Hausarzt gehen und einen Test auf Influenza-A-Viren machen lassen. Bei schnell ansteigendem Fieber, Husten und Atemnot gepaart mit Durchfall könnte eine Vogelgrippe vorliegen.
3. Sogenannte "Neuraminidase-Hemmer" sind wirksam zur Behandlung der Vogelgrippe (wie auch sonstiger Fälle schwerer Grippe). Dazu gehören die rezeptpflichtigen Medikamente Tamiflu und Relenza. Bei starkem Verdacht oder gesichertem Vorliegen einer Vogelgrippe sollte möglichst innerhalb von 48 Stunden nach Beginn der Krankheit eine Behandlung mit Tamiflu 2x75mg täglich über 5 Tage begonnen werden. Bei sehr schwerer Erkrankung kann die Dosis verdoppelt werden und über 7-10 Tage behandelt werden.
4. Ein Impfstoff für den Menschen ist derzeit nicht verfügbar und könnte wohl auch erst entwickelt werden, wenn ein von Mensch zu Mensch übertragbares Virus bekannt ist und identifiziert werden kann. Das ist derzeit nicht der Fall.
5. Weitere Massnahmen: Wer starkt husten muss, sollte Menschenansammlungen meiden und einen Mundschutz tragen. Intensives Händewaschen mit Seife ist in jedem Fall wichtig, da die Viren die Tenside der Seife nicht vertragen.    
26.8.2005
Kombitherapie bei Kopfschmerz überlegen 
In einer klinischen Vergleichsstudie an 1743 Patienten mit Migräne oder Spannungskopfschmerz wurde untersucht, welche Art der Schmerzbehandlung wirksamer ist: Kombinationen von ASS+Paracetamol+Coffein oder ASS+Paracetamol oder die jeweiligen Monotherapien in höherer Dosis, d.h. ASS (Acetylsalicylsäure) 2x500mg oder Paracetamol 2x500mg. Dabei zeigte sich, dass 2 Tabletten der Dreierkombination ASS 250mg +Paracetamol 200mg + Coffein 50mg am wirksamsten ist, was den Wirkungseintritt und das Ausmass der Schmerzlinderung anbelangt. Alle Behandlungsarten waren gut verträglich. Die überlegene Dreierkombination wurde in Form von Thomapyrin Tabletten verabreicht. (Hans-Christof Diener u.a., Pharmazeutische Zeitung 34/2005).
Thomapyrin Tabletten sind in Packungen zu 10 oder 20 Tabletten erhältlich.         
22.7.2005
Fusspilz: Lamisil besser als Clotrimazol
Vergleichsuntersuchungen bei Fusspilz haben ergeben, dass eine einwöchige Behandlung mit Terbinafin (Lamisil Creme) besser wirksam war als eine vierwöchige Behandlung mit Clotrimazol. Das betraf zum einen die Heilungsrate, die nach sechs Wochen bei den Lamisil-Patienten bei 97,2% lag und bei den Clotrimazol-Behandelten nur 83,7% betrug. Zum anderen zeigten nur 9,3% der Lamisil-Patienten innerhalb von drei Monaten eine erneute Erkrankung während bei den Clotrimazol-Behandelten dieser Anteil mit 29,8% wesentlich höher lag.
Damit wird die sehr gute Wirksamkeit von Terbinafin (Lamisil Creme), das über eine starke pilztötende Wirkung verfügt, belegt.
Lamisil Creme ist in Packungen von 15g und 30g erhältlich.     
22.7.2005
Neu bei Lippenherpes

Fenistil Pencivir enthält den neuen  patentierten Wirkstoff Penciclovir. Es handelt sich dabei um einen Arzneistoff, der Herpes simplex Viren vom Typ1 und auch vom Typ 2 in ihrer Vermehrung hemmt. Penciclovir wird vorzugsweise von Zellen aufgenommen, die mit Viren infiziert sind.
Es ist geeignet zur Behandlung von Lippenherpes und hat dabei einen Doppeleffekt:
a) es verkürzt den Heilungsprozess und bringt den Lippenherpes schneller unter Kontrolle; 
b) es wirkt auch in der Bläschenphase, so dass die Anwendung auch nach dem ersten Kribbeln nicht zu spät ist.
Natürlich ist es in jedem Fall gut, mit der Behandlung des Lippenherpes nicht zuzuwarten, sondern beim ersten Verspüren von Brennen, Druck und Kribbeln mit der Arzneianwendung zu beginnen.
Fenistil Pencivir ist in einer Packung zu 2g Creme erhältlich.
Vorteilhaft gegenüber dem schon lange bekannten Acilovir: Penciclovir wirkt auch dann, wenn sich schon erste Bläschen gebildet haben, und beschleunigt die Krustenbildung bei fortgeschrittener Erkrankung. Breitere Anwendung und weitere Studien sind angezeigt, um diese Erkenntnis sicher zu bestätigen. Penciclovir soll auch weniger Irritationen an der Haut auslösen als Aciclovir.
7.5.2005
Pille soll Risikopatientinnen vor Brustkrebs schützen 

Australische Forscher (Dr. John Hopper und Mitarbeiter) werteten die Daten von 1156 Frauen aus Krebsregistern in USA, Kanada und Australien zusammen mit einer Vergleichsgruppe von 815 Frauen aus. Dabei wurde festgestellt, dass niedrig dosierte Antibaby-Pillen (orale Kontrazeptiva) das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, nicht erhöhen. Frühere Untersuchungen hatten eher auf ein erhöhtes Risiko hingewiesen; dafür werden vor allem die früher üblichen höheren Wirkstoffdosen verantwortlich gemacht. 
Die zweite gute Nachricht aus der Untersuchung ist, dass junge Frauen, die genetisch ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs hatten, durch die Einnahme niedrig dosierter Pillen erheblich weniger oft an Brustkrebs erkrankten. Weitere Studien sind erforderlich, um diese Erkenntnis zu erhärten. Voraussetzung für diesen Krebsschutz soll sein, dass der Beginn der Pilleneinnahme vor dem 20. Lebensjahr erfolgt und die niedrig dosierte Pille über mindestens 12 Monate lang eingenommen wird. 

1.12.2004
Johanniskraut hochdosiert gut wirksam bei mittelschwerer Depression

In einer Untersuchung an Patienten mit mittelschwerer Depression konnte gezeigt werden, dass die Einmalgabe von 900mg Johanniskrautextrakt pro Tag ebenso wirksam war wie die Gabe von 20mg eines modernen chemischen Antidepressivums; dabei handelte es sich um Citalopram aus der Klasse der sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI).
Die vergleichbar gute Wirksamkeit wurde belegt anhand der Veraenderung der sogenannten Hamilton-Depressions-Skala (HAMD-Score).  Etwa 55% der Patienten in beiden Vergleichsgruppen profitierten deutlich von dem jeweils verabreichten Arzneimittel. Die Behandlungsdauer betrug 6 Wochen.
Der hochdosierte Johanniskrautextrakt zeigte eine deutlich bessere Vertraeglichkeit als das Citalopram und wurde in Form des Fertigarzneimittels
"Laif 900 Tabletten" verabreicht.
Johanniskrautextrakt ist  rezeptfrei erhaeltlich  in in der Selbstmedikation, aber auch als Ausnahmefall laut Sozialgesetzbuch auf Rezept zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen.

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21.10.2004
Folsäure gut gegen Bluthochdruck
Folsäuremangel könnte bei Frauen das Risiko erhöhen, an Bluthochdruck zu erkranken. Eine amerikanische Studie an mehr als 93.000 Frauen zwischen 26 und 46 Jahren ergab: das Risiko für Bluthochdruck war um 29% niedriger bei den Frauen, die täglich mehr als 0,8mg Folsäure einnahmen, verglichen mit denen, die 0,2mg und weniger pro Tag einnahmen. Auch Frauen zwischen 43 und 70 Jahren profitierten von einer höheren Folsäurezufuhr. Als Ursache dafür wird neben der Senkung des Homocysteinspiegels eine gefässerweiternde Wirkung der Folsäure diskutiert. 
Folsäure-Präparate finden Sie hier! 


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